Kreuzgang
Diese Arbeit entstand im Rahmen eines Wettbewerbs mit dem Thema "Paradies", das war Anfang 2002. Die Welt stand noch im Schatten der Ereignisse vom 11. September, oder zumindest die Welt, in der ich lebte. In dieser Zeit fand auch die Invasion der USA in Afghanistan statt. Der Zusammenhang war nicht so einfach zu erkennen. Der Vergleich mit einem Kreuzzug wurde gezogen. Und ich stellte mir die Frage den Traditionen bildlicher Darstellungen von
Kampf und Krieg. Ich wählte dafür die Form des Bilderfrieses als lange Erzählung. Die Bilder waren Inszenierungen von Kreuzrittern in Filmen und den Medienbildern die tagtäglich aus Kriegsgebieten gezeigt wurden. Monumentalfilme und Neuigkeiten konnten so verschwimmen.
Die Bilder wurden in einem eigenen Raum über Augenhöhe gezeigt. Dies orientierte sich an Darstellungen wie dem Teppich von Bayeux, der als Schlachtenbild berühmt ist. Der Raum war schmal und hatte die Grundform eines Kreuzes wie einem vereinfachten Kirchenraum, einer Basilika mit Chor und Seitenschiffen.
Dies ist eigentlich die erste Arbeit, die Raum- und Bildessay ist.
Zu dem war ich mit diesen Begriffen noch nicht so klar.



































































































